Pressemitteilung
SEPURAN
16. März 2021

Markterfolg

Evonik feiert 500ste Referenzanlage zur Biogasaufbereitung mittels SEPURAN® Green Membranen

In der belgischen Region Wallonien entsteht die insgesamt 500ste Referenzanlage für Biogasaufbereitung mittels SEPURAN® Green Membranen von Evonik.

  • SEPURAN® Green Membranen als der neue Technologiestandard in der Biogasaufbereitung etabliert
  • Marktposition als weltweiter Innovationsführer für Membrantechnologie ausgebaut
  • Biomethan als klimafreundliche Energiequelle global verfügbar gemacht


Schörfling/Österreich. In der belgischen Region Wallonien entsteht die insgesamt 500ste Referenzanlage für Biogasaufbereitung mittels SEPURAN® Green Membranen von Evonik. Damit feiert das Spezialchemieunternehmen einen weiteren Meilenstein in seiner jungen Geschichte als Technologieanbieter für membranbasierte Gasseparation. Seit der Produktvorstellung im Jahr 2011 hat Evonik seine Membrantechnologie mit ausgewählten Partnern zu einem neuen Qualitätsstandard in der Biogasaufbereitung entwickelt. Der Konzern leistet damit einen wichtigen Beitrag in der dezentralen Bereitstellung von Biomethan als klimafreundliche Energiequelle.

Patentierte 3-stufige Verschaltung für mehr Effizienz

Bei der Jubiläumsanlage handelt es sich um ein Biogasprojekt des französischen Anlagenbauers Prodeval im Auftrag der belgischen Gesellschaft Biométhane du bois d’Arnelle. Darin werden jährlich 55.000 Tonnen organischer Masse, die jeweils zu einem Drittel aus nachwachsenden Rohstoffen, Nebenprodukten der Lebensmittelproduktion und Gülle und Mist aus der Viehhaltung kommen, zur Biogaserzeugung eingesetzt. In der ersten Instanz entstehen so 1.400 Nm³/h Biogas. Zwei Drittel davon wird mittels SEPURAN® Green Membranen von Evonik zum hochreinem Biomethan aufbereitet und als klimafreundlicher Energieträger in das lokale Erdgasnetzwerk eingespeist - mit dem Ziel, den Energiemix schrittweise zu defossilisieren. Ein Drittel des produzierten Biogases wird vor Ort verstromt.

„Wir setzen bereits seit Jahren auf die SEPURAN® Green Technologie. Bei dem Projekt in Wallonien verschalten wir die Membranen nach dem von Evonik patentierten 3-stufigen Verfahren, das eine hocheffiziente Erzeugung von Biomethan ermöglicht“, sagt Sébastien Paolozzi, CEO von Prodeval. „In puncto Anlagenbau überzeugt die Membrantechnologie durch ihre Flexibilität, Skalierbarkeit, einfache Handhabe sowie Anlagenverfügbarkeit, die in der Summe für eine termingerechte Projektrealisierung aller Anlagengrößen und Kapazitäten sowie für einen ökonomischen Betrieb sorgen.“

Perspektivisch soll die Biogasproduktion in der belgischen Region Wallonien stufenweise verdoppelt werden. Das aufgereinigte Biomethan soll über das örtliche Tankstellennetz als klimafreundlicher Kraftstoff dem Verkehrssektor bereitgestellt werden, um so die verkehrsbedingten lokalen Treibhausgasemissionen zu reduzieren.

„Mit der Innovationskraft von Evonik haben wir in weniger als zehn Jahren einen weltweiten Technologieführer für membranbasierte Gasseparation geformt und den globalen Biogasmarkt entscheidend geprägt“, betont Dr. Goetz Baumgarten, Leiter des Innovationswachstumsfeldes Membranes bei Evonik. „Im Schulterschluss mit unseren Partnern wie Envitec Biogas, Tecno Project Industriale, Hitachi Zosen Inova, Bright Biomethane oder Prodeval setzen wir neue Maßstäbe hinsichtlich der Effizienz, Methanausbeute oder Laufleistung von Biogasanlagen und etablieren unsere Membrantechnologie als den neuen Qualitätsstandard am Markt.“

Biomethan gehört neben der Solar- und Windtechnologie zu einem wichtigen Baustein im erneuerbaren Energiemix. Bereits seit Jahren spielt Europa mit dem Vorreiterland Frankreich im internationalen Vergleich eine tragende Rolle bei der Biogasproduktion. Inzwischen setzen viele andere europäische Länder wie Italien, Belgien oder die Niederlande aber auch die großen Volkswirtschaften USA und China auf den klimafreundlichen Energieträger Biomethan.

SEPURAN® Green Membranen für effiziente Biogasaufbereitung

Biogas entsteht durch Fermentation von Biomasse – einer organischen Substanz beispielsweise aus Abfällen wie Gülle und Klärschlamm oder aus nachwachsenden Rohstoffen. Die besonders selektive SEPURAN® Green Hohlfasermembran von Evonik bereitet Rohbiogas, das aus dem Energieträger Biomethan sowie Kohlendioxid besteht, einfach und effizient in hochreines Biomethan auf. Der klimafreundliche Energieträger kann folglich zur Gewinnung von Strom und Wärme oder als Kraftstoff genutzt werden. Die Membranen bestehen aus einem eigens von Evonik entwickelten Hochleistungskunststoff, der sehr druck- und temperaturbeständig ist.

Gegenüber anderen Biogasaufbereitungsverfahren wie Druckwasserwäsche, Druckwechseladsorption oder Aminwäsche weist die Membrantechnologie von Evonik gewichtige Vorteile auf: Sie benötigt vergleichsweise wenig Energie und kommt ohne Hilfsmittel oder Hilfschemikalien aus. Es entstehen keine Abfälle und kein Abwasser, die sonst aufbereitet und entsorgt werden müssten.

Die SEPURAN® Green Membranen werden am Evonik-Standort in Schörfling (Österreich) produziert. Im benachbarten Lenzing wird das Ausgangsmaterial – der Hochleistungskunststoff – hergestellt.

Informationen zum Konzern

Evonik ist ein weltweit führendes Unternehmen der Spezialchemie. Der Konzern ist in über 100 Ländern aktiv und erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 12,2 Mrd. € und einen Gewinn (bereinigtes EBITDA) von 1,91 Mrd. €. Dabei geht Evonik weit über die Chemie hinaus, um innovative, wertbringende und nachhaltige Lösungen für Kunden zu schaffen. Mehr als 33.000 Mitarbeiter verbindet dabei ein gemeinsamer Antrieb: Wir wollen das Leben besser machen, Tag für Tag.

Über Smart Materials

Zur Division Smart Materials gehören die Geschäfte mit innovativen Materialien, die ressourcenschonende Lösungen ermöglichen und konventionelle Werkstoffe ersetzen. Sie geben smarte Antworten auf die großen Herausforderungen von heute: Umwelt, Urbanisierung, Energieeffizienz, Mobilität und Gesundheit. Die Division Smart Materials erzielte im Geschäftsjahr 2020 mit rund 7.900 Mitarbeitern pro forma einen Umsatz von 3,24 Mrd. Euro.

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